Nach der 5. Klasse der Hauptschule hatte ich die Option aufs Gymnasium zu wechseln. Da ich meine Zukunft aber damals schon eher im sportlichen Bereich sah, hatte ich mich entschieden, auf die Realschule zu wechseln. Mit 16 Jahren habe ich meine mittlere Reife – ich war auch da eine kleine Streberin und hatte einen Notendurchschnitt von 1,8 - geschrieben und die Schule abgeschlossen.
Ab dem Alter von 12 Jahren war ich auch viel mit Jungs zusammen. Wir waren eine Gruppe von 7 oder 8 Teenagern, ich war das einzige Mädel, und hatten super Erlebnisse auf einem Bauernhof, vom Ausmisten bis zur Party. Wir hatten eine rechte Gaudi, das ging vom Heubodenübernachten bis hin zur Traktorfahrt nach München. Obwohl ich ja am Stadtrand wohnte und noch wohne, verlebte ich meine Jugend auf dem Land. Meinen ersten Freund hatte ich dann mit 13 Jahren und war zwei Jahre mit ihm zusammen, der Flo. Zu dieser Zeit habe ich nicht viel trainiert. Nach der Schule bin ich ab und zu mit meinem Papa oder Opa zum Platz gefahren und wir haben Bälle geschlagen, aber am Abend hatte ich immer so ein bis zwei Stunden Zeit für meine Freunde. Als es dann jedoch in den Endspurt ging und ich in der Nationalmannschaft spielte, da musste ich das alles unter einen Hut bekommen und darunter hatten natürlich die Freundschaften etwas gelitten. Mein Fokus richtete sich mehr und mehr auf den Sport. Mein Tagesablauf zu dieser zeit war folgender: 4 – 5 Uhr Aufstehen, Hausaufgaben machen, lernen, Schule bis 15 Uhr, von 16:30 Uhr bis 20 Uhr habe ich dann trainiert und Golf gespielt, anschließend bin ich nach Hause gegangen, habe gegessen und bin ins Bett gegangen. Ich musste immer früh raus, da ich meine ganzen Schularbeiten am Morgen machen mußte, da ich abends zu kaputt war. Ich wollte überall gut sein, ich wollte in der Schule gut sein und ich wollte im Sport gut sein, denn ich war damals schon so schlau zu wissen, wenn es mit dem Sport nicht klappt, brauche ich einen guten Schulabschluß. Ich bin froh, daß ich dies so gemacht habe, denn wenn ich die Schule hätte schleifen lassen, dann ich auch Ärger mit meinen Eltern bekommen. Ich habe mich unheimlich in Englisch reingehängt und das kommt mir heute zu Gute. Meine Eltern haben mich immer in allem Unterstützt, wichtig war, daß ich die Schule nicht vernachlässige, aber da hatten sie nie bedenken, da ich von meiner Natur aus mich immer selbst angespornt habe.
Übrigens meine Lieblingssendung im TV waren die Schlümpfe (mit 4 Jahren), ansonsten Beverly Hills 90210 und musikmäßig waren Take That ganz vorne.